„Das ist doch absurd“, dachte sich Bernd Kleist irgendwann beim Blick in die Regale seines Dorfladens im 65-Seelen-Ort Gessin. Kaum ein Produkt aus seiner Heimat. Inzwischen finden seine Kunden eine breite Auswahl an Produkten der Mecklenburgischen Schweiz. Und nicht nur bei ihm. Auch Hotels, Bäckereien und Gastronomen greifen vermehrt auf die Produkte der Region zurück.

Dass sie das können, dafür hat Bernd Kleist gesorgt. 2014 gründete der 60-Jährige gemeinsam mit anderen Händlern die Regionalvermarktungsinitiative Meck-Schweizer. Ihr Ziel: Landwirte mit Einzelhandel und Gastronomie zusammenbringen. Seit 2017 organisiert ihr Online-Marktplatz nun Angebot und Nachfrage. Mit zwei solarstrombetriebenen Elektrotransportern finden die Produkte ihren Weg zu den Käufern – denn in der Logistik liegt der Knackpunkt: Für den Einzelnen wäre es viel zu aufwändig, die Höfe anzufahren. 

Bernd Kleist

Inzwischen sind rund 80 Erzeuger sowie 50 Händler und Gastronomen auf der Plattform registriert, über 1.000 Produkte werden angeboten. „Wir wollen noch viel mehr erreichen“, sagt Dörte Wollenberg, eine von fünf festangestellten Mitarbeitern bei Meck-Schweizer. „Wichtig war uns, mit einem funktionierenden System den Stein ins Rollen zu bringen.“ Mit Erfolg: Aus ganz Deutschland melden sich Regionalbewegungen, die das Meck-Schweizer-System kopieren wollen.

www.meck-schweizer.de

http://www.kombuese.org
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