Das ÜBERLAND Festival findet in diesem Jahr vom 02.-04.September in Görlitz statt.

Die Anmeldung ist geöffnet!

Mit jeder Menge Diskussionen, Workshops, Vernetzungstreffen, inspirierenden Projekten, Ausstellungen und natürlich bei toller Musik und bestem Essen werden wir die Aktiven der ländlichen Räume feiern. Und wie jedes Jahr laden wir euch ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Erfahrungsaustausch selbst zu gestalten. 
Unser Programm wächst noch bis kurz vor dem Festival – also schaut ruhig immer mal wieder rein!

Freitag, 02.09.2022
17:00 Uhr     Ich, Du, Wir – Festivalstart mit Netzwerktreffen
18:00 Uhr    Abendprogramm mit Musik und Kultur u.a. mit Banda Comunale & Tworna

Samstag, 03.09.2022
8:00 bis 10:00 Uhr     Netzwerkfrühstück auf dem Festivalgelände
10:00 bis 18:00 Uhr   ÜBERLAND Programm zu den Festival Themen und Landlebtdoch community
19:00 Uhr                   Abendprogramm mit Musik und Kultur u.a. mit Husten

Sonntag, 04.09.2022
8:00 bis 12:00 Uhr     Netzwerkfrühstück auf dem Festivalgelände

Ich, Du, Wir
Über die Kraft unserer Netzwerke.

Netzwerke von Menschen, die sich für die Gemeinschaft engagieren, gibt es auf allen geografischen Ebenen, vom kleinen Dorf bis weltumspannend. Welche Netzwerke stützen euch und welche unterstützt ihr? Sind Eure Netzwerke eher regional verankert oder thematisch strukturiert? Wie bleibt ihr trotz großer Entfernungen auf dem Land und mit immer zu viel Arbeit, konstruktiv miteinander in Verbindung? Auf dem Festival könnt ihr euer Netzwerk vorstellen, Erfahrungen und Herausforderungen diskutieren und/oder ganz praktisch und verbindlich netzwerken.

 


Kollegiale Beratung "Ländlicher Raum"

Workshop | Zirkuszelt 1

Als Arbeitsgruppe „Ländlicher Raum“ im Deutschland-Cluster des Bosch Alumni Netzwerks haben wir festgestellt, dass wir viele Kompetenzen an Bord haben, die wir anderen anbieten können. In der Gründungswerkstatt wollen wir mit euch überlegen, welche Bedarfe an kollegialer Beratung es gibt, welche Themenbereiche relevant sind und welche Formate und Finanzierungsmöglichkeiten wir dafür anstreben wollen. Wir freuen uns auf die Begegnungen!

Beteiligte
Valentin Schmehl und Susen Seidel, Deutschlandcluster des Bosch-Alumni-Netzwerks


Engagierte Stadt

Regionales Vernetzungstreffen | Zirkuszelt 1

Die Engagierten Städte sind dabei, regionale Netzwerke zur gegenseitigen Unterstützung aufzubauen. Das Festival ist ein guter Treffpunkt für sie, um verschiedene Formate auszuprobieren und gemeinsame Themen zu identifizieren. Es werden Praxisbeispiele für die trisektorale Zusammenarbeit von Bürgergesellschaft, Wirtschaft und Politik/Verwaltung in den engagierten Städten vorgestellt.

Beteiligte
Marion Zosel-Mohr, Regionalknoten Neuland gewinnen e.V.


Wie baue ich einen Zukunftsort? Eine Sprechstunde

Sprechstunde mit Vorstellung der Wissensplattform | Zirkuszelt 1

Das Netzwerk Zukunftsorte hat Anfang des Jahres seine neue Wissensplattform für Akteure gestartet. Hier findet man umfassende Praxis-Tipps, Vorlagen und Beiträge aus erfolgreichen Orten auf dem Lande, die Mut machen und zeigen, wie man langfristig alle an einen Tisch bringen und den täglichen Betrieb stemmen kann. In der “Sprechstunde" werden Themen von Vision über Gruppenfindung, Finanzierung und Rechtsform beleuchtet, Anekdoten geteilt und Fragen aller Art beantwortet. Es gibt auch einen kleinen Ausblick darauf, was die Wissensplattform für Kommunen beinhalten soll, die später im Jahr live geschaltet wird.

Beteiligte
Uleshka Asher, Netzwerk Zukunftsorte


Engagiertes Land

Vorstellung regionaler Netzwerke | Zirkuszelt 1

Gemeinsam schaffen wir mehr, vor allem im Engagement und gerade auf dem Land. Wir regen Kooperation zwischen Vereinen, kommunaler Politik/Verwaltung und lokaler Wirtschaft an und wollen zeigen, wie fruchtbar sie sein können – für die Vereine, für das Zusammenleben vor Ort, für alle. Zwei Netzwerke aus dem Programm „Engagiertes Land“ stellen Euch vor, wer sie sind, was sie vor Ort tun und wie sie mit ihren Netzwerkpartnern, aber auch Außenstehenden, kooperieren, um gemeinsam etwas für Engagement, Ehrenamt und das Zusammenleben in ihren Orten zu tun.

Beteiligte
Hans Feldbauer / Rebecca Seuser, Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt


Gerüchteküche – Rezepte gegen Unwahrheiten, Falschmeldungen und Mythen

Workshop | Zirkuszelt 1

Guido Michels stellt das MITEINANDER REDEN - Projekt „Gerüchteküche“ aus Weisswasser vor. Im Workshop wollen wir mit den Teilnehmer:innen die Projektidee  ein Gesprächsangebot zu Sorgen, Nöten, Anliegen und Fragen der Bürgerinnen und Bürgerin – in der Praxis ausprobieren und über das Format und mögliche Übertragbarkeit ins Gespräch kommen. Claudia Kühnel-Kalamorz begleitet als ist freie Prozessbegleiterin das Projekt. Monika Stösser ist Leiterin des Programmbüros MITEINANDER REDEN, beide stehen  im Anschluss für Fragen  zur Verfügung.

Beteiligte
Guido Michels, Claudia Kühnel-Kalamorz, Monika Stösser, MITEINANDER REDEN


„Neue Auftraggeber, das sind wir alle! – Kunst im Bürger:innenauftrag“

Vorstellung ausgewählter Projekte im ländlichen und urbanen Raum mit anschließender Diskussion | NVA Zelt 1

Bei den Auftraggeber:innen handelt es sich meistens um Gruppen rund um ein gemeinsames Anliegen, die sich im Prozess der Auftrags- entwicklung erst konsolidieren. Die Projekte haben oftmals die Form von Kunst im öffentlichen Raum (Skulptur, Installation, Platzgestaltung), umfassen aber auch viele weitere Formen: Architektur, Stadtplanung und Landschaftsgestaltung, Film, Fotografie und digitale Medien, Theater, Performance, Literatur und Musik.

Beteiligte
Susanne Burmester, Uta Rüchel, Gesellschaft für Kunst und Mediation im Bürgerauftrag e.V.


Bürgerräte für mehr Demokratie

Vortrag mit Workshop | NVA Zelt 1

Bürgerräte sind der populärste Trend für mehr politische Mitsprache. Doch was verstehen wir genau darunter und was können Bürgerräte leisten, was aber auch nicht? Christian König von Mehr Demokratie wird einen Input zu diesen Fragen geben. Nach einer kleinen Frage- und Diskussionsrunde könnt ihr dann gemeinsam brainstormen, wie ein „Überland-Bürgerrat“ aussehen kann.

Beteiligte
Christian König, Mehr Demokratie e.V.


Kaputt arbeiten für das gute Leben?!
Voraussetzungen und Tools für nachhaltiges Engagement

Wer mit vollem Einsatz für das gute Leben unterwegs ist, geht oftmals über die eigenen Grenzen – zu Lasten der mentalen und physischen Gesundheit. Doch um die großen Themen der Welt anpacken zu können, braucht es eher Marathon-Läufer als Sprinter, eher Gemeinschaft als Einzelkämpfer.
Welche Strukturen sind nötig, damit Engagement und Aktivismus regenerativ und nachhaltig werden und Bewegungen entstehen, die von vielen getragen werden?

 


Welche Voraussetzungen werden für nachhaltiges Engagement gebraucht?

Podiumsdiskussion | Maschinenhalle

Braucht man als Aktivist*in Geld oder reichen die großen Visionen? Spielt es eine Rolle ob ich Einzelkämpfer oder Teamplayer bin? Lieber in kleinen Schritten vorgehen oder lieber direkt ran an die dicken Bretter? Wo macht die Revolution von unten Sinn und wo brauchen wir dringend politische Instrumente?
In diesem Gespräch geht es um die Gelingfaktoren für Engagement und Aktivismus, auf sozialer, psychologischer sowie gesellschaftlicher Ebene.

Beteiligte
Liviana Bath, augen auf e.V.
Bianca Rodenstein, psychologists for future
Christina Strohm, Mein Grundeinkommen e.V.
Barbara Wetzel, Neulandgewinnerin + Allerhand e.V.
Moderation: Eva Mahnke, fint e.V. 


Raus aus der Überforderung, rein in die Selbstfürsorge! Workshop mit Austausch und aktiven Meditationen

Workshop | Maschinenhalle

Wir befinden uns gerade in der Waschmaschine, meint Transformationsforscherin Maja Göpel. Das Alte ist noch nicht verschwunden, das Neue noch nicht richtig da und im Schleudergang geht alle Kontrolle verloren. Auch wenn Du mit ganzem Herzen an dem Neuen arbeitest – auch Dein Akku ist mal alle und Selbstfürsorge ist nun mal nicht naheliegend, wenn man die Welt retten will. Wie können wir gut mit uns umgehen – darum geht’s in dem Workshop mit Arielle Kohlschmidt.

Beteiligte
Arielle Kohlschmidt, Raumpionierstation Oberlausitz, Meditations- und Yogatrainerin


Achtsam über die Wiese...

Workshop | Festwiese

In diesem Workshop üben wir uns in der Achtsamkeit. Wie fühlt es sich an, wenn wir mal die To-Do Liste und unsere inneren Erwartungen ablegen und uns voll dem gegenwärtigen Moment hingeben? Die Begegnung mit der Erde kann uns dabei unterstützen und inspirieren. Gemeinsam bepflanzen wir eine Wiese mit Frühblühern, meditieren, und teilen das Geschenk unserer Achtsamkeit untereinander.

Daniel Dermitzel ist selbständiger Mediator und Stadtgärtner in Berlin. Er ist ehemaliger Biolandwirt und hat zwei Jahre in Plum Village, dem Meditationszentrum von Zen Mönch Thich Nhat Hanh, gelebt und gefarmt.

Beteiligte
Daniel Dermitzel


Oh nein... nicht noch ein Netzwerk! Solidarische Allianzen als Ressource.

Interaktives Resilienz-Quiz | Maschinenhalle

Netzwerk- und Bündnisarbeit kommt häufig "on top" zu der eigentlichen Arbeit - umso wichtiger ist es zu reflektieren, was der Mehrwert ist, um nicht auszubrennen. Welche Kraft entfalten solche "solidarischen Allianzen" und wie tragfähig sind sie, wenn die Strategien für den sozial-ökologischen Wandel unterschiedlich sind? Das wollen wir mit euch reflektieren und ein vertieftes Verständnis für unterschiedliche Ansätze erlangen! Dazu haben wir Initiativen eingeladen und sie im Vorfeld gebeten, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie nachhaltig sie ihren eigenen Aktivismus/ihr Engagement für ihre Herzensangelegenheit gerade einschätzen. Im interaktiven Resilienzquiz befragen wir diese Akteure und euch, wie es denn um euch und eure Initiative steht und wie wir bewegungsübergreifend Solidaritäten stiften können, um gemeinsam dem Ziel des guten Lebens für alle näher zu kommen.

Beteiligte
Moderation: Susanne Gärtner und Sven Kaseler.
Ein Workshopangebot folgender Initiativen und Netzwerke: Augen auf e.V., riesa efau, Kultur Forum Dresden, Netzwerk #solidarischer Osten, Bündnis gegen Rassismus Sachsen


Stressabbau mit Alpakas

Workshop & Begegnung | Alpakawiese neben dem Kühlhaus

Wir bieten eine Einführung in unsere Arbeit mit den Alpakas und zur wohltuenden Wirkung von tiergestützter Intervention an. Diese kombinieren wir auf unserem Hof mit Textilkunst, Kunstpädagogik, Filz-, Spinn- und Strickangeboten. In den Mittelpunkt unserer Veranstaltung in Görlitz rücken wir das Potential der Arbeit mit den Tieren wie auch den gesundheitlichen Aspekt von Handarbeiten, insbesondere für die seelische Gesundheit. Die Gäste können die Tiere aus nächster Nähe erleben, Fühlproben verschiedener Wollsorten und Spinnen mit der Handspindel  stehen ebenfalls auf dem Programm.

Beteiligte
Alpakawiese Blumrich 


Lachyoga

Workshop  | Maschinenhalle

Lachen ist die beste Medizin! Es hilft Stress abzubauen, den Kopf frei zu bekommen, zu entspannen, stärkt den Körper und vieles mehr. Lachyoga ist eine einzigartige Methode mit der du ohne Grund spontan lachen kannst. Dazu braucht es keinen Witz oder Humor. Wir verbinden einfache Atemtechniken mit Lachübungen und daraus entwickelt sich mit der Zeit ein natürliches Lachen. Probier Lachyoga aus und spüre die Wirkung in deinem Körper! Wann hast du das letzte Mal gelacht?

Beteiligte
Petra Völpel

Zukunft, jetzt!
Stadt und Land zusammen denken

Was entsteht Neues aus ländlicher Praxis und urbanem Mindset, zwischen städtischen und ländlichen Räumen und Menschen, die die Grenzen dazwischen immer wieder überschreiten? Aus Ansätzen, die schon jetzt überall zu finden sind, wollen wir ein neues Zukunftsbild entstehen lassen. Dabei untersuchen wir auch, welche dieser Visionen schon jetzt alltäglich gelebte Utopien sind.

Diesen Themenblock gestalten wir zusammen mit der Zeit-Stiftung.


Stadt.Land.Zukunft

Ausstellung | ab Freitag, 17:00h | BMX-Halle

Es gibt nicht den einen richtigen Weg, Zukünfte in den Regionen in Deutschland zu gestalten. Das ist das zentrale Ergebnis der Forschung für den „Stadt-Land-Zukunftsatlas“ im Auftrag der Zeit-Stiftung. Neun Monate lang hat ein Team aus WissenschaftlerInnen des studio amore und des Thünen-Instituts für Regionalentwicklung verschiedene Landstriche in Deutschland bereist, wurden Interviews geführt und Raumtagebücher angelegt. Das dabei entstandene Material wird in der Ausstellung „Stadt-Land-Zukunft“ anlässlich des ÜBERLAND-Festivals am Kühlhaus Görlitz präsentiert und gibt einen Einblick wie Regionen Zukunft schaffen. Die Zukunftsgestaltung ländlicher Räume ist auf Karten besonders gut sichtbar. Das zeigen die „Karte der neuen Ländlichkeit“, die seit 2021 von der Leuphana Universität und der CoWorkLand e.G. gepflegt wird, und die „Landmaschine“ des Thünen-Instituts für Regionalentwicklung e.V., welche die Schätze der Regionen offenbaren.

Beteiligte
Thünen-Institut für Regionalentwicklung
Zeit-Stiftung
CoWorkLand e.G.


Karte der neuen Ländlichkeit

Workshop | Rampe vor der BMX Halle

Auf der Utopiekonferenz 2021 der Leuphana Universität ist die Karte der neuen Ländlichkeit entstanden. Unter den Kategorien #utopischwachsen #utopischentfalten #utopischteilen #utopischverständigen #utopischarbeiten finden sich Beispiele konkret gelebter Utopien auf dem Land. 
Auf der diesjährigen Utopie-Konferenz und dem Überland Festival wollen wir die Karte gemeinsam mit Euch erweitern und zum Leben erwecken!

Beteiligte
CoWorkLand e.G.
Thünen-Institut für Regionalentwicklung


StadtLand Thüringen

Ausstellung

Die Internationale Bauausstellung Thüringen hat das StadtLand zu ihrem Thema gemacht: Der Begriff beschreibt die kleinteilige Siedlungsstruktur des Freistaats und ist gleichzeitig Ausdruck für ein neues Verhältnis zwischen Stadt und Land, Gesellschaft und Ressourcen. Zu den IBA Vorhaben zählen wiederbelebte Denkmäler, moderne Holzbauten, erfrischende Landschaftsbilder oder Stadtquartiere. Beim ÜBERLAND-Festival präsentiert die IBA ein paar von ihnen.

Beteiligte
Internationale Bauausstellung Thüringen (IBA)


"Stadt.Land.Zukunft?" - Ausstellungsrundgang mit dem Forschungsteam

Ausstellungsrundgang | BMX-Halle

Wir nehmen euch mit in die Stadt-Land-Zukunft. Erkundet und diskutiert gemeinsam mit dem Forschungsteam die zentralen Erkenntnisse der Ausstellung zu den verschiedenen Stadt-Land-Raumtypen, den individuellen Ressourcen und zentralen Gelingensbedingungen.

Beteiligte
Thünen-Institut für Regionanentwicklung
studio amore


Stadt.Land.Zukunftspraxis

Ausstellungsrundgang

Der zweite Rundgang ist dem praktischen Blick auf die Themen der großen Transformation gewidmet. Auf unseren Reisen durch ganz Deutschland haben wir mehr als 50 Menschen gesprochen - viele Landaktivist:innen, aber auch Unternehmer:innen, Politker:innen oder Influencer:innen. Einige davon werdet ihr auf dem Rundgang kennenlernen und gemeinsam mit euch wollen wir diskutieren, wie relevant die Erkenntnisse für das praktische Wirken sind.

Beteiligte
Thünen-Institut für Regionalentwicklung
studio amore

Gemeinwohlorientierte Digitalisierung

Die Digitalisierung soll gerade den ländlichen Raum retten. Co-Working und smart farming sind die Trends der Zeit. Zugleich sind wir alle auf Plattformen unterwegs, um trotz großer Entfernungen vieles beinahe gleichzeitig erledigen zu können. Dabei stellen wir uns selten die Fragen, wer eigentlich Eigentümer der digitalen Infrastruktur ist und welches Wissen und Handwerk wir brauchen, um die digitale Infrastruktur selber machen zu können. Welche Voraussetzungen braucht eine gemeinwohlorientierte Digitalisierung, damit die dafür notwendige Infrastruktur allen Menschen bedingungslos zur Verfügung steht? 

Diesen Themenblock gestalten wir zusammen mit der anstiftung und dem Verstehbahnhof Fürstenberg/ Havel.


Gemeinwohlorientierte Digitalisierung - was ist das eigentlich?

Vortrag | Alte Schmiede

Die Digitalisierung hat in weniger als zwei Jahrzehnten fast alle Lebensbereiche erobert und unser Leben dabei ziemlich auf den Kopf gestellt. Dabei blieb wenig Zeit, darüber nachzudenken, wohin wir damit eigentlich wollen, wie wir neue Technologien nutzen können, um die Gesellschaft nachhaltig voran zu bringen und welche Rahmenbedingungen dafür gebraucht werden. Der Vortrag soll genau das untersuchen: Digitalisierung - was genau heisst das eigentlich, wohin kann sie uns führen, und was müssen wir tun, damit dabei mehr rauskommt als ein paar viel zu grosse Techkonzerne?

Beteiligte
Daniel Domscheit-Berg, havel.lab/ Verstehbahnhof


Fair Apps - Einstieg in eine nachhaltige und selbstbestimmte digitale Welt

offenes Beratungsangebot | topio Anhänger auf dem Gelände

Fair Apps Market ist ein mobiles, kostenfreies Beratungsangebot zum Thema digitaler Selbstbestimmung und dem nachhaltigen Umgang mit digitalen Geräten. Das Team von Topio geht mit BesucherInnen ins Gespräch über die Herausforderungen der Digitalen Transformation und bietet konkrete Beratung über die Nutzung freier Open-Source-Software wie trackingfreier Apps, freier App-Stores und Informationen zu privatsphäre-freundlichen Betriebssystemen auf Laptops, PCs und Smartphones. Unser Angebot umfasst die Beratung über die nachhaltige Nutzung von digitalen Geräten in Bezug zu Recycling, Modularität und Open-Source Software-Updates. Fair Apps Market gibt einen Einblick in ein gemeinwohlorientiertes Internet, das abseits marktbeherrschender Tech-Plattformen besteht und von einer weltweiten Community getragen und weiterentwickelt wird.

Beteiligte
Beatrijs Dikker, topio e.V.


Wish you were here! – Utopien des digitalen Landlebens

Workshop | Alte Schmiede

Blühende Apfelbäume im Garten, Entschleunigung und ein Leben in Gemeinschaft - oder Landflucht, Überalterung und mangelhafte Daseinsvorsorge? Wir glauben, ländliche Räume sind mehr als Idylle oder Ödnis – und die Digitalisierung bietet innovative Ansätze, um Potentiale zu wecken und zu fördern. Deshalb gehen wir im Workshop der Frage des guten Lebens auf dem Land nach und überlegen, welchen Beitrag die Digitalisierung dabei leisten kann. Mit den Teilnehmenden entwickeln wir spielerisch neue Utopien für ländliche Arbeits- und Lebensformen und kreieren mit verschiedensten Materialien collagierte Dorfszenarien aus der Zukunft. Dabei sind Zukunftsentdecker:innen jeden Alters willkommen und ausdrücklich gewünscht.

Beteiligte
Felicitas Nadwornicek, Anna Momburg, Laura Heym, Neuland 21


Orte des digitalen Empowerments

Workshop | Alte Schmiede

Der digitale Raum als Ort der sozialen Vernetzung und des grenzenlosen Wissensaustausches entwickelte sich in wenigen Jahren unter der weitreichenden Einflussnahme großer Technologie-Monopole zu einem Ort der umfassenden Vermessung jeder Lebensregung. Bei Topio finden wir, dass eine digital vernetzte Gesellschaft mehr sein kann als ein privatisierter und kommerzialisierter Überwachungsapparat. Seit Juni 2022 betreiben wir den ersten ''public space for privacy'' in der historischen Arminiusmarkthalle in Berlin Moabit. Mit Beratungs- und Supportworkshops bauen wir einen Ort der digitalen Selbstbestimmung und es entsteht ein realer Anlaufpunkt sich mit Fragen einer zunehmend digitalen Zukunft auseinanderzusetzen. Nach einer kurzen Projektvorstellung laden wir zu einem gemeinsamen Austausch über das Thema digitaler Selbstbestimmung und den nachhaltigen Umgang mit digitalen Geräten ein. Wie und was können wir Nutzer:innen zu einer nachhaltigeren, digitalen Welt beitragen? Welche Möglichkeiten bietet Freie Open-Source Software?

Beteiligte
Beatrijs Dikker, topio e.V.


Die Landmaschine wird gestartet!

Präsentation | Hof

Seit Herbst 2020 arbeiten wir an einer digitalen Plattform für Landaktivist*innen - entstanden ist eine Such- und Sortiermaschine für Wissen, Projekte und Akteure auf dem Land. Jetzt stellen wir sie zum ersten Mal öffentlich vor. Und ab dann kann sie mit euren Projekten und Wissen gefüttert werden - live, vor Ort und mit eurer Unterstützung.

Beteiligte
Eleonore Harmel und Andreas Willisch, Thünen-Institut für Regionalentwicklung; Johann Kaether, Hochschule Neubrandenburg


Kultur

Ausstellungen, Musik, Lesung, Film, Performance - es darf gefeiert werden!

LAND lebt doch -
community

Hier findet ihr die volle Ladung ländlicher Vielfalt in Form von Workshops, Diskussionsrunden und allerhand Experimentellem!

Haariges und Entspannendes mit Yvonne Ammer (Farbküche Altenburg)

Mich kann man nicht beschreiben. Mich muss man erleben. Ich biete Euch über das gesamte Festival verteilt ein buntes Programm:
Energetische Haarschnitte und Kopfveränderungen, 
morgendliche Meditation mit Naturmandalas, 
Perfekt und neusortiert nach Hause: Haariges mit der ,,Familie Mögli“
und ,,Knete dir deine Stadt, wie sie dir gefällt.“

Workshop und Diskussion mit André Knabe (Thünen-Institut für Regionalentwicklung), Thomas Prennig und Susanne Lerche (Hochschule Zittau/ Görlitz) 

Aus unserem Forschungsprojekt ENKOR heraus wollen wir die Vielfalt sozialen Engagements betrachten und seine Gelingensbedingungen zur Diskussion stellen. Wir möchten nach einer kurzen Vorstellung vorgefundener Engagementkonstellationen anhand ausgewählter Zitate aus den untersuchten Gemeinden mit euch diskutieren: Welche Erklärungen gibt es dafür, dass sich die von uns Interviewten auf so unterschiedliche Weise engagieren? Welche Arten der Unterstützung werden benötigt und gefordert? Und warum geraten Engagierte auf verschiedenen Ebenen in Konflikte – oder auch nicht?

Landnahme

Vortrag und Gespräch mit Sophie Spitzner/Kulturbüro Sachsen und Dorothea Schneider/Augen auf e.V.

Ostniedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sind Hochburgen der rechten/völkischen Siedlungsbewegungen, doch auch in Sachsen gibt es erste Ansiedlungen. Wir wollen in diesem Workshop einen Blick auf die Strukturen im Landkreis Mittelsachsen und in Ostsachsen richten. Darüber sprechen, was völkische Siedler*innen sind, welche Handlungsstrategien und Ziele sie verfolgen. Außerdem wollen wir uns über eigene Erfahrungen austauschen und darüber sprechen, wie man mit diesem „Phänomen“ umgehen kann.

Ein Angebot von Augen Auf Oberlausitz und dem Kulturbüro Sachsen.

Erik Hofedank

Workshop mit Erik Hofedank (BTU Cottbus und „Kollektiv Care“ Netzwerk)

Mit dem Altern der so genannten Babyboomer-Generation wächst auch der Pflege- und Fürsorgebedarf. Ganz besonders trifft das auf periphere Regionen Ostdeutschlands zu. Hier wird heute schon deutlich, dass das Netz aus Sozialstaat, Pflegemarkt und Familien an vielen Stellen löchrig ist. Freiwilliges Engagement im Wohnumfeld soll helfen diese Löcher zu schließen. Unter dem Slogan der „Sorgenden Gemeinschaften“ werden Menschen aktiviert, sich auch jenseits von Verwandtschaftsbeziehungen umeinander zu kümmern. Doch wie sieht es in der Praxis aus? Welche Erfahrungen machen gemeinschaftliche Wohnprojekte in der ostdeutschen Provinz mit der Pflege und Fürsorge für Mitbewohner*innen im Alter und mit Behinderung? Auf welche äußeren und inneren Widerstände stoßen sie? Wie wandeln sich Beziehungen in diesem Prozess? Diesen Fragen gehe ich im Rahmen meiner Doktorarbeit nach. Erste Ergebnisse stelle ich in dem Workshop vor und möchte vor allem mit den Teilnehmer*innen zu eigenen Erfahrungen in den Austausch kommen.

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Workshop mit Lewin Grabo und Patrick Veit (Machland)

Der Workshop gibt den Teilnehmenden einen ersten Eindruck von Soziokratie als Tool für das Organisieren von Gruppen, Gemeinschaften und Organisationen auf Basis der Mitverantwortung. Es werden simulierte Situationen geschaffen, um praxisnah theoretische Grundlagen zu festigen – so wird eine immersive Lernerfahrung geschaffen. Am Ende des Workshops haben die Teilnehmenden die Grundprinzipien der Soziokratie verinnerlicht und können diese in ihrem Alltag einbringen.

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Mit dem ausgebauten Dreirad fährt das LABA Team durch die Lausitz und schaut wie die LABA Fashion ankommt. Die Grundidee ist es, dezentral für Klamotten, Beutel, Getränke & gute Gespräche zu sorgen. Und dabei auch noch Spenden für zahlreiche Initiativen einzusammeln. So auch dieses Jahr auf dem ÜBERLAND Festival.

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Rulo Lange (Freundeskreis Buchkinder)

Der Freundeskreis Buchkinder bietet die Gestaltung eines eigenen Festivalbuches an. Im Mitmachangebot werden Zufallsgeschichten erzählt, von Klein und Groß aufgemalt, und anschliessend direkt mit Linoldruck gedruckt.
Mit dabei ist auch das Festivalbuch vom letzten Jahr, in dem sich viele bunte Perspektiven auf das Überland 2021 finden.

Präsentation und Schnupperworkshop mit Leonie Passara (MAGNET – Werkstatt für Verständigung)


DemoSlam ist ein neues Dialogformat für kontroverse Themen, welches hilft Polarisierung aufzufangen. Das tun wir, indem wir – im Gegensatz zu Debatten – einen Dialog außerhalb der Pro-Contra-Logik anregen. demoSlams basieren nur auf persönlichen Erfahrungen und Ansichten und sind außerdem unterhaltsam. demoSlam bringt Menschen mit unterschiedlichen Meinungen zusammen, statt sie in Lager zu spalten.

Workshop mit Anja Thiele und Susanne Feustel (Kulturbüro Sachsen)

In Krisenzeiten beschäftigen uns komplizierte Probleme: Kann ich das Windrad nicht vor meinem Haus verhindern und gleichzeitig das Klima schützen? Wer sollte mehr geschützt werden: Junge oder alte Menschen? Will ich als Demokratin beteiligt werden und Verantwortung tragen, wenn es um Leben oder Tod geht? Ist es demokratisch, in Krisenzeiten Einschränkungen einzuhalten oder gegen Vorgaben zu rebellieren? Wenn du Lust hast deine eigenen Widersprüche zu erfahren, fiese Fragen zu hören und am Ende etwas Verwirrung davon zu tragen, dann komm zu unserem Workshop und erlebe und reflektiere die Zumutungen der Demokratie in Krisenzeiten. Wir arbeiten dazu mit dem israelischen Demokratielernprogramm „Betzavta – Mehr als eine Demokratie“ und freuen uns auf kurzweiliges Miteinander.

Workshop Mit Katarzyna Wieczerzak und Miriam Flick (Panthea Mime Theater)

In ihrem Physical Theatre Workshop gehen die Künstlerinnen vom Panthea Mime Theatre der Frage nach, wie wir unserem persönlichen Erleben im Angesicht einer Klimakrise einen physisch-theatralen Ausdruck verleihen können. Klimaaktivistin Luisa Neubauer schreibt, dass die Auseinandersetzung mit der Klimakrise eine neue Sprache brauche, um ihre Brisanz spürbar zu machen. Dieses Statement aufgreifend, suchen wir mit euch einen körperlichen Ausdruck, der das erfasst, was Sprache nicht ergreifen kann. Wir alle kennen Themen wie die Klimakrise, Natur- oder Umweltschutz auch aus unserem Alltag. Diesem Erleben wollen wir mit euch über physisches Theater nachspüren und ihm Ausdruck verleihen.

Gespräch mit Vanessa Thielemann

Wie können nachhaltige CoWorkation Konzepte gestaltet werden? Nachhaltig in Bezug auf die Anreise (Brandenburg statt Bali – oder andere schöne Orte nicht weit weg) und im Hinblick auf die inhaltliche Ausgestaltung (Projekte vorantreiben und dabei in Balance bleiben). Was brauchen Menschen und Orte und welche Kooperationen und Netzwerke können daraus entstehen? Vanessa von BrALI_statt_Bali ist mit diesem Ansatz gestartet und freut sich auf Austausch mit Akteur*innen und Interessierten.

 

Werkstatt mit Schreibimpulsen, Dr. Anna Eckert und Dr. Inga Haese

Egal ob kreativ, literarisch, automatisch, story- oder retelling – in der Werkstatt üben wir anhand von Impulsen ins Schreiben zu kommen. Vielleicht möchtest du gerne öfter schreiben, vielleicht suchst du etwas, das den Brunnen füllt? Hier geht es nicht um Pflicht und Meisterschaft, sondern gewissermaßen darum, den Apfel zu waschen, die Himbeeren zu gießen, um Ausprobieren, Faszination und Magie: „to find out what I’m thinking, what I’m looking at, what I see and what it means. What I want, and what I fear“ (Joan Didion). 
Mit Expertise in sozialwissenschaftlichem und literarischem Schreiben geben wir euch eine kleine Einführung, der Fokus liegt jedoch auf drei Übungen mit Rückmeldungsrunden, wir schließen mit einer Liste der verbotenen Freuden! Bringt euer bevorzugtes Schreibgerät mit, wir freuen uns!

Gespräch mit Franziska Stölzel, UNU Flores

Die Lausitz und viele Entscheidungsträger*innen verkaufen die Lausitz gern als Modellregion für Kohleausstieg, Neustrukturierung und Netzwerkarbeit. Tatsächlich ist die Region ein großer Spielraum für die Menschen vor Ort, um viel Neues auszuprobieren. Die Möglichkeiten und Ideen sind so interdisziplinär wie inspirierend. Wir möchten darüber sprechen, welchen Eindruck andere Transformationsregionen von der Lausitz haben und wie diese Ideen für ihren eigenen Vorteil nutzen wollen.

Hands-On Workshop mit Stefan Mömkes, Neulandgewinner

Auch beim 3. ÜBERLAND-Festival wird Stefan Mömkes mit dem Rauhbank-Team dabei sein. In der mobilen Tischlerei entsteht nach Stapelstühlen und Hollywoodschaukel diesmal eine bequeme Liege zum Ausruhen und Entspannen. Die mobile Werkstatt von Neulandgewinner Stefan Mömkes wird inzwischen nicht nur von Geflüchteten genutzt, sondern hat ihren Ausgangs- und Ruhepunkt jetzt in Plothen gefunden. Dort ermöglicht sie es auch Senior*innen tätig zu werden und wird zum Anker für Überlegungen und Diskussionen zur Belebung von Allmende für Begegnung und Daseinsvorsorge.

Workshop mit Maike Steuer, Kreativkonsum Kriebitzsch

Du hast zwei gesunde Füße und Bock auf Bewegung? Super, denn mehr braucht es nicht, um zusammen mit Maike 1,2,3 und 4,5,6 die ersten Grundschritte beim Salsa tanzen zu machen. Gute Laune inklusive! 

Workshop mit Julia Senft und Schirin Steinhauer (Thünen Institut für Regionalentwicklung)

Was haben ländliche Räume, was Städte nicht haben? Land!
Wiesen, Felder, Wälder, Moore, Naturschutzgebiete oder Wirtschaftsflächen, die Flächen zwischen den Dörfern sind divers und werden unterschiedlich genutzt. Dabei stehen wir vor einer der wesentlichen Zukunftsfragen: Wie können wir auf dem Land wohnen, wirtschaften, Lebensmittel und Energie erzeugen und dabei die Umwelt und das Klima schonen? Vielerorts machen sich Menschen auf den Weg, innovative und nachhaltige Projekte in der Landnutzung, Landwirtschaft und Landschaftsgestaltung umzusetzen. Dabei entstehen neue soziale Praktiken, etablieren und verbreiten sich.
In diesem Workshop wollen wir gemeinsam soziale/nichttechnische Innovationen als Lösungsansatz genauer betrachten, eine Karte der sozialen Land-Innovationen erstellen und reflektieren, welche Rolle die Ressource Land in unserem Wirken spielt.

Diskussion mit Fridtjof Florian Dossin

Das Institut für Graue Energie ist eine Initiative von Menschen aus den Bereichen der Urbanistik, Planung, Architektur und Gestaltung, die sich der umsetzungsorientierten Erforschung der “Grauen Energie” widmet. Wir beschäftigen uns mit Gebäuden, die sich einer Umnutzung aufgrund komplexer Bedingungen bisher entzogen haben – sei es durch industrielle Vornutzung, uneindeutige Besitzverhältnisse, eine ungewöhnliche Baustruktur oder eine unbequeme Vergangenheit…  Diese Gebäude und die durch den Bau gebundene Graue Energie begreifen wir als wesentliche Ressource zur gemeinwohlorientierten Regionalentwicklung und erproben neue Umgangsweisen in unseren Reallaboren. Auf dem Überlandfestival diskutieren wir die Anschlussfähigkeit des Konzepts der Grauen Energie und welche Potenziale für die Entwicklung und Gestaltung von ländlichen Räumen hierin liegen.

Trutz Brachvogel mit dem Startup Mobil

Der mobile Informationsstand und Treffpunkt soll in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre über Gründungen und Selbstständigkeiten informieren. Das Gründerökosystem Startup Lausitz ist ein nichtkommerzielles, stetig wachsendes, offenes Netzwerk, gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium und dem Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer. Wir arbeiten daran, alle Akteur*innen des Lausitzer Gründungsgeschehens, z. B. Gründungsberatungen und Wirtschaftsförderungen, stärker zu vernetzen, sichtbarer und noch zugänglicher zu machen.

Fishbowl mit Heiko Knopf (Stv. Bundesvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Ländliche Räume haben in unterschiedlichen Regionen abweichende strukturelle Voraussetzungen, Probleme und Entwicklungschancen – dieser Heterogenität gilt es mit möglichst passgenauen Antworten und Lösungen zu begegnen. Wie kann dieses Ziel umgesetzt werden? Und welche Rolle spielen dabei Politik, Parteien und zivilgesellschaftliche Akteur*innen?

Film mit Andrea Spee-Keller (Frauen.Wahl.LOKAL Oberlausitz)

In dem 35-minütigen Dokumentarfilm “ich bin auch gerne ich!” erzählen 22 Frauen aus ihrem Leben und Alltag in Bautzen und der Region. Was erleben sie? Wofür setzen sie sich ein? Was leisten sie tagtäglich? Welche Hürden müssen sie nehmen? Was macht sie stark? Sie sprechen über Erfolge und Nichterreichtes, über Hoffnungen und Wünsche. Der Film nähert sich so der Frage, was es bedeutet Frau und engagiert zu sein in Ostsachsen.
Der Film entstand 2020 anlässlich 30 Jahre Gleichstellungsarbeit als kollaboratives Projekt der Fraueninitiative Bautzen e. V. und den Gleichstellungsbeauftragten der Stadt und des Landkreises Bautzen in Zusammenarbeit mit Bettina Renner (Regie) und Carolin Röckelein (Schnitt). Link zum Trailer

Buchvorstellung mit Barbara Schubert

Nicht nur auf dem Land bilden sich immer mehr Initiativen, die gemeinschaftlich ihr Umfeld gestalten wollen. Der Anfang ist meist leicht gemacht, doch fast jede Initiative gerät irgendwann in schwieriges Fahrwasser. Unser Handbuch sammelt die Erfahrungen von sieben sehr unterschiedlichen Initiativen: Was braucht es, um den langen Atem zu behalten und Krisen zu überstehen?

Erzählsalon mit Katrin Rohnstock (Rohnstock Biografien)

„Erzähle, wie Du mit Deinem Projekt die ländliche Entwicklung belebst.“ –  ein Erzählsalon, in dem Akteure des ländlichen Raums eingeladen sind, ihre Projekt-Geschichte zu erzählen. Anschließend gibt es eine Auswertungsrunde, wie ein Erzählsalon entsteht, was er bewirkt bei den Erzählenden und Zuhörenden und warum man damit Menschen wirkungsvoll vernetzen kann. Der Erzählsalon ist ein Format, das von Rohnstock Biografien entwickelt und in der Lausitz, aber auch in anderen Regionen schon vielfach mit großem Erfolg angewandt wurde.

Workshop mit re:set – Jugend gegen Hass im Netz, debunk – Prävention gegen Antisemitismus und Verschwörungsideologien in Sachsen, Amadeu Antonio Stiftung Sachsen

Instagram, TikTok, WhatsApp – diese und andere Apps sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Zu Recht! Sie sind unkompliziert, machen Spaß und unsere Freund*innen und Vorbilder sind nur ein paar Klicks weit entfernt. Es gibt aber auch viele Herausforderungen, die uns im Internet begegnen – zum Beispiel Hassbotschaften per Nachricht oder Desinformationen in den Kommentarspalten.
In unserem Workshop wollen wir gemeinsam mit euch schauen: Was ist Hassrede und wie erkenne ich diese? Woran erkenne ich Desinformationen und wie gehe ich mit Verschwörungserzählungen um? Und welche Handlungsmöglichkeiten gibt es, um Zivilcourage auch im digitalen Raum zu leben?

Präsentation des Konzeptes und Diskussion mit Gunter Kramp

Das Ackersyndikat wurde Ende 2020 als Schwesterorganisation des Mietshäuser Syndikats gegründet, um die Erfahrungen aus über 170 selbstorganisierten Immobilienprojekten auch für die Landwirtschaft nutzbar zu machen.
Mit dem Ackersyndikat gibt es ein Konzept, um im starken Netzwerk des Mietshäusersyndikats auch landwirtschaftliche Höfe dem spekulativen Immobilienmarkt zu entziehen. Höfe und ihre Bewirtschaftungsweise können damit stiftungsartig gesichert werden. Gleichzeitg können die Nutzer*innen im Alltag über ihren Hof verfügen, ohne, dass eine zentrale Organisation ihnen reinredet. Das Ackersyndikat ist damit ein attraktives Konzept, sowohl für außerfamiliäre Hofübergaben, wie auch für Neugründungen von Höfen. In diesem Jahr ist das erste Projekt realisiert worden, einige weitere sind in Arbeit.

Workshop mit Roman Grabolle

Verändert das Überschwappen von Menschen, Ideen und Lebensstilen aus den Großstädten die (nahegelegenen) ländlichen Räume und wenn ja, wie und warum? Wie gehen Politik und Gesellschaft aktuell damit um? Besteht überhaupt die Gefahr, dass damit auch problematische Entwicklungen wie Gentrifizierung einhergehen? Und wie könnte dem entgegengewirkt werden? In dem Workshop sollen die Motive und Erfahrungen von „landlustigen Pionier*innen“ gesammelt und Notwendigkeiten und Handlungsoptionen einer gemeinwohlorientierten Wohnungs- und Bodenpolitik „auf dem Land“ diskutiert werden.

Workshop mit Caroline Meder (BAG Planen Bauen Wohnen Bündnis 90/Die Grünen)

Wer einen Bauantrag für einen Anbau, Umbau oder Neubau stellt, kann Glück – und damit einen schnellen, unkomplizierten Bescheid von der Gemeinde bekommen – oder Pech haben. Oft stehen jetzt Frust und Sorgen ins Haus. Es gibt mannigfaltige Gründe, warum Bauanträge abgelehnt werden, und es kommt häufig vor. Bestehen Fragen zum §35? Oder gibt’s beispielsweise Ärger mit den Abstandsflächen?
Im Workshop versuchen wir Antworten und Lösungen zu finden zu allen Fragen und Problemstellungen rund ums Thema Bauantrag. Wir wollen an Hand von euren mitgebrachten Fällen arbeiten – nützlich und konkret. Frust abladen ist auch unbedingt erlaubt. Expertise bringen mit:
Sabine Kern, Architektin und Assessorin im Städtebau, Brandenburg
Gerhard Zickenheiner, Architekt und Stadt- und Regionalplaner, Südbaden

Workshop mit Ira Roschlau, Lutz Engelke (Denkraum Ost)

Wie erzählt man neue Geschichten aus Ostdeutschland? Wie macht man regionale Stimmen hörbar und wie entstehen neue Konzepte von Wissen, Vernetzung und Arbeit in der Verbindung von ländlichen und urbanen Themen? Im Workshop werden Methoden dargestellt, wie man eigene Ideen erfolgreich umsetzt. U.a. wird dies am Prototypenprojekt Berzdorfer See vorgestellt.

Präsentation von Gunter Kramp

Das Projekt Telecommons hat sich zum Ziel gesetzt eine gemeinschaftsgetragene Telefongesellschaft zu werden – im Eigentum und unter Kontrolle der Nutzer*innen. Inzwischen ist der kleine Keim schon ganz gut gediehen. Telecommons bietet Festnetz Voice Over IP Telefonie, Telefonanlage und Netzwerkdienstleistungen für Gemeinschaftsprojekte und ökologisch-sozial orientierte Unternehmen. Perspektivisch wollen wir ein Partner für Gemeinschaften werden, die selbstorganisiert Glasfaseranschlüsse legen wollen.

Netzwerktreffen der gemeinschaftlichen Wohnprojekte in der Oberlausitz

Schönes, weites Land und bunte, historische, verschlafene Städtchen: unendlicher Raum für Visionen und Ideen für ein anderes Leben in Gemeinschaften. In den letzten Jahren und Jahrzehnten entstanden zahlreiche gemeinschaftliche Wohnprojekte in der Oberlausitz. Manche haben sich fest in ihren Dörfern und Stadtteilen verwurzelt, andere kommen gerade erst an. Wahrscheinlich haben viele von unseren Wohn- und Lebensentwürfen ähnliche Ziele und Ansätze, man hört und liest, was sich tut und auch von Neuentstandenem. Ausgehend von der Auguste77 (Olbersdorf) und dem KuxBau (Hainewalde) möchten wir Verbindungen zwischen den gemeinschaftlichen Lebensprojekten in der Oberlausitz schaffen. Wir sind neugierig auf gewachsene Projekte und Neustartende, wollen unseren Tellerrand erweitern und uns einfach mal kennenlernen, statt nur von Weitem zu wissen, dass es euch gibt.

Workshop mit Uta Berghöfer (Moortheater Malchin, Neulandgewinnerin)

Freies kreatives Schreiben ist eine Möglichkeit, sich mit der Natur zu verbinden, zur Ruhe zu kommen, Ideen zu spinnen, Geschichten zu (er)finden oder einfach den Gedanken freien Lauf zu lassen. Im Workshop berichten wir von den Schreib-Erfahrungen beim Moortheater und dann schreiben wir mit euch los! Mit verschiedenen Schreibexperimenten machen wir auch ungeübten Schreiber*innen den Anfang leicht.

Workshop und Diskussion mit Norbert Rost, Janet Conrad und Anna Olbrich

Eine Vorstellung, wie eine nachhaltige Zukunft unserer Städte aussehen kann, müssen wir schon selbst entwickeln. Allein kommen wir aber nicht weiter: Für gelingende Transformationsprozesse braucht es gleichberechtigte Partnerschaften zwischen Zivilgesellschaft und Stadtverwaltung. Norbert Rost, ehemaliger Leiter der „Zukunftsstadt Dresden“, und der Arbeitskreis „Görlitz nachhaltig“ haben frische Visionen für ein nachhaltiges Görlitz gesammelt. Im Workshop werden diese vorgestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert, wie die praktische Zusammenarbeit zwischen Kommune und Engagierten nun gelingen kann und sich das Kooperationspotenzial nutzen lässt.

Workshop mit Birger Höhn (Mitglied des Sprecher*innenrat LIGA Selbstvertretung Sachsen,Landesinklusionsbeauftragter der sächsischen Linken)

Wir begeben uns eine Reise von Ableismus – beginnen mit der schrecklichsten Form, die in der NS-„Euthanasie“ seinen traurigen Höhepunkt fand, zu Empowerment und Inklusion in unseren Communitys. Wir begeben uns auf eine eigene Reise: Wo begegnen wir Menschen mit Behinderung, in unserem (familiären, freundschaftlichen, Community) Umfeld, und was für Barrieren sind da vorhanden? Und wie könnten diese Barrieren reduziert werden und Inklusion sowie Empowerment als Bereicherung für uns alle empfunden und gesehen werden?
Diese und weitere Fragen werden uns im Workshop begleiten und hoffentlich gute Denkanstöße fürs inklusive Alltagsleben in unseren Communitys geben können.

FESTIVAL TIPPS

MITFAHRGELEGENHEIT gesucht oder noch Platz im Auto? Tragt euch in unser öffentliches PAD ein.

KEINE LUST AUF CAMPING?
Hier Unterkünfte in Görlitz finden.

DIE GEGEND ERKUNDEN?
Der riesa efau organisiert eine Radreise des guten Lebens durch die Oberlausitz und fährt mit dem Fahrrad zum Festival. Fahr doch mit!

Falls es noch offene Fragen gibt, kontaktiert uns immer gern unter veranstaltungen@neulandgewinnen.de

Ort

Kühlhaus Görlitz

Am Bahnhof Weinhübel 2
02827 Görlitz

Förderer

2020

Vom 11. – 13.9. fand das Festival erstmals auf dem Kühlhaus Gelände in Görlitz statt.

2021

Vom 10. – 12.9. fand das Festival erneut am Kühlhaus Görlitz statt.

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