Inventur

Mit der Landinventur
vermessen wir gemeinsam
mit den Menschen vor Ort
die ländlichen Räume
Deutschlands neu!

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Mit dem digitalen Werkzeug LANDINVENTUR werden Daten und lokales Wissen über das Land erhoben. Und zwar von den Dorfbewohner*innen selbst. Als Bürgerwissenschaftler*innen können sie erfassen was ist, und sie können es besser machen. Somit beginnt ein Prozess der Selbstermächtigung auf den Dörfern. Es entstehen Daten zum Dorfleben, mit denen sich Dörfer vergleichen und das bisher unerschlossene Potential des ländlichen Raumes als sozial nachhaltiger und wirtschaftlich attraktiver Zukunftsort zeigen lassen.

Das Landinventur-Prinzip

Das Landinventur-Prinzip basiert auf den drei Partizipationsebenen Mitwirkung über die digitale Plattform, Kollaboration in gemeinsamen Workshops vor Ort und Ko-Kreation bei der (Weiter-)Entwicklung der Landinventur.

Bei der Landinventur baut alles auf das Wissen der Bewohner*innen auf dem Land auf. Egal ob als Einzelpersonen, engagierte Gruppen bzw. Vereine, Dorfgemeinschaften oder Gemeindeverbund – sie kartieren ihre Dörfer mithilfe des digitalen Werkzeugs Landinventur. Darüber kann das eigene Bild des Dorfes reflektiert, können lokale Ressourcen aufgespürt und die Zukunft des Ortes in praktischen Projekten weitergedacht werden.

Sechs Gründe für
die Landinventur

Genaue
Datenanalyse

Dorfgenaue Daten, die Einblicke in den Zustand und die Besonderheiten der Dörfer liefern, die es sonst nirgends gibt.

Wertschätzen, was
es vor Ort gibt

Durch die gemeinsame Erhebung werden die Menschen für ihr Dorf und die lokalen Ressourcen sensibilisiert.

Wissenschaftliche
Auswertung

Die Daten werden wissenschaftlich ausgewertet, um neue Erkenntnisse zu Dorftypen, -entwicklung und Engagement vor Ort zu gewinnen.

Neue Narrative
entwickeln

Es entsteht ein neues, daten-gestütztes Bild des Landes in der Öffentlichkeit, abseits der gängigen Vorurteile.

Für alle zugänglich

Die Landinventur ist ein frei verfügbares Analysewerkzeug, um die Dorfentwicklung vor Ort voranzubringen und neue Projekte entwickeln zu können.

Förderungen
realisieren

Mithilfe der Daten entsteht ein genaues Verständnis ländlicher Räume, um bessere Politik und zielgenauere Förderung zu ermöglichen.

Dorfwerkstätten sind
das analoge Format zur
Landinventur

Was macht die Dörfer hier besonders und wie unter-schiedlich sind diese eigentlich? Was sind aktuelle Themen und wo wollen wir mit neuen Ideen ansetzen? Welche lokalen Ressourcen haben wir vor Ort? Was brauchen wir noch?

In den Dorfwerkstätten werden zuerst gemeinsam die Dörfer kartiert und die erhobenen Daten dann direkt als Grundlage für die weitere Diskussion genutzt. Dadurch lassen sich konkrete Projekte fundiert vorbereiten, dorfgenaue Daten und detaillierte Einblicke für größere Planungs- und Entwicklungsprozesse erheben und neue Ideen für die Entwicklung des ländlichen Raumes gezielter umsetzen.

Antworten
auf die
häufigsten
Fragen

Das Land gerät zunehmend in den Fokus gesellschaftlicher Debatten und wird damit ein Schwerpunkt in Wissenschaft, Medien und Politik. Die Diskussion über die Zukunft entspinnt sich an den allgemeinen Statistiken und Prognosen, die die unterschiedlichen Entwicklungsdynamiken einzelner Dörfer nicht abbilden können.

Von dieser Warte lässt sich nur schwer beurteilen, wie sich die Dörfer tatsächlich entwickeln und wie das Landleben des 21. Jahrhunderts aussieht. Mit unserem bürgerwissenschaftlichen Ansatz wollen wir diese Wissenslücke schließen und die Leute vor Ort befähigen, ihr lokales Wissen bei der Landinventur einzubringen und ihr Dorf selbst zu kartieren. Mit diesen Daten kann die Vielfalt der dörflichen Entwicklungen sichtbar werden, und es entsteht eine Datengrundlage für die wissenschaftliche Weiterverwertung.

Daten, die Sie mit der Landinventur erheben, können eine wichtige Argumentationsgrundlage z.B. für die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und anderen Partnern sein. Aus der gemeinsamen Diskussion über die Ergebnisse können Ideen für Projekte oder Maßnahmen entstehen, die Sie in Workshops oder Arbeitsgruppen weiter vertiefen können. Die Landinventur kann zudem zur Außenkommunikation genutzt werden, um zu zeigen, was es bei Ihnen vor Ort bereits gibt. Es ist Ihre persönliche Bestandsaufnahme, die Sie immer wieder aktualisieren können und die sichtbar macht, wie sich Ihr Dorf verändert.

Dorfwerkstätten dauern mindestens zwei Stunden für eine einfache Datenerhebung und einen kurzen Blick auf die Ergebnisse und können je nach Ziel und Einbindung beliebig ausgeweitet werden. Nach einer kurzen Einführung in Idee und Ablauf, dauert die reine Kartierung je nach Dorfgröße und Anzahl der Teilnehmer*innen ca. 60 Minuten. In einem zentralen Ort, etwa einem Dorfgemeinschaftshaus oder vor der mobilen Forschungsstation, sitzen dann jeweils kleine Teams von ca. 3-7 Leuten pro Dorf an Computern und gehen den digitalen Fragebogen gemeinsam durch. Das Landinventur-Team ist dabei und unterstützt bei Fragen. Die Daten werden im Anschluss direkt freigeschaltet und gemeinsam ausgewertet. Eine Vorbereitung auf den Workshop ist nicht nötig. 

Der Prozess der gemeinsamen Datenerhebung eröffnet einen neuen Blick auf Herausforderungen, Potentiale und Möglichkeiten zukünftiger Entwicklungen für das eigene Dorf, die Gemeinde, Region oder in größeren Maßstäben.

Sie liefert Daten aus den Dörfern, zu denen es sonst keinen Zugang gibt und ermöglicht somit einen differenzierten Blick auf die Entwicklung des ländlichen Raumes. Dieses Wissen kann dann als Grundlage für konkrete Projekte, Rahmenpläne oder Zukunftskonzepte herangezogen werden. Viel wichtiger ist es jedoch, die Menschen direkt an diesen Prozessen zu beteiligen und darüber mit ihnen in die Diskussion über Zukunftsperspektiven zu kommen. 

Die Landinventur wird bisher von der LEADER Region Delitzscher Land sowie als Unterstützungsangebot für die geförderten Projekte des Programms „Engagiertes Land“ der DSEE eingesetzt. Aber auch für die Beteiligung an digitalen Strategieprozessen, (inter-)kommunalen Entwicklungskonzepten oder INSEK sowie für strategische regionale Planungen kann die Landinventur wertvolle Hinweise liefern.

Das Projekt wurde von 2017 bis 2019 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Bereich Bürgerwissenschaften und Wissenschaftskommunikation gefördert. Im Anschluss haben wir viel ehrenamtliche Arbeit in die Weiterentwicklung gesteckt und konnten 2021 die Deutsche Stiftung für Ehrenamt und Engagement als Partner gewinnen. Im Rahmen des Programms „Engagiertes Land“ wird die Landinventur nun zur Begleitung der geförderten Netzwerke eingesetzt, weiterentwickelt und deutschlandweit zur Verfügung gestellt. Daneben bieten wir die Durchführung von Dorfwerkstätten bzw. Prozessen als Dienstleistung für Kommunen, Regionen oder LEADER-Arbeitsgruppen an. Die Landinventur wird nicht über den Verkauf der Daten an Dritte finanziert.

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